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20. Juni – Weltflüchtlingstag: Gute Integration gelingt durch Stabilität und verlässliche Rahmenbedingungen
Am Weltflüchtlingstag fragen wir, wie geflüchtete Menschen nachhaltig Teil unserer Gesellschaft und Wirtschaft werden können. Aktuelle Studien des IAB und der Friedrich-Ebert-Stiftung zur Integration ukrainischer Geflüchteter zeigen: Entscheidend sind verlässliche Rahmenbedingungen, nicht Einschränkungen.
Die Erwerbsquote ukrainischer geflüchteter Menschen steigt kontinuierlich, und 94 Prozent möchten arbeiten. Besonders geflüchtete Frauen stoßen jedoch auf strukturelle Hindernisse. Fehlende Kinderbetreuung, Sprachbarrieren und bürokratische Hürden bei der Anerkennung von Abschlüssen erschweren ihnen den qualifizierten Einstieg in den deutschen Arbeitsmarkt.
Studien zeigen, dass Maßnahmen – wie die Umstellung bestimmter Personengruppen vom Grundsicherungsgeld (ehemals Bürgergeld) auf Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz – bestehende Barrieren nicht abbauen, sondern zusätzliche Hürden schaffen können. Neue Zuständigkeiten, Unsicherheiten beim Leistungsanspruch und ein höherer Verwaltungsaufwand erschweren die soziale und berufliche Integration. Gleichzeitig steigt das Risiko prekärer Beschäftigung.
Unsere Beratungspraxis zeigt, dass viele Betroffene aufgrund eines unsicheren Aufenthaltsstatus und einer unsicheren sozialen Absicherung schlechtere Arbeitsbedingungen akzeptieren. Sie befürchten Leistungsverluste oder aufenthaltsrechtliche Nachteile. Dadurch wächst das Risiko, von unbezahlten Überstunden, Lohnunterschreitungen oder rechtswidrigen Beschäftigungsverhältnissen betroffen zu sein.
Seit Jahren trägt unser Projekt „Hidna Pratsya“ mit Unterstützung der Berliner Senatsverwaltung für Arbeit, Soziales, Gleichstellung, Integration, Vielfalt und Antidiskriminierung durch gezielte Information und Beratung zu einer fairen und nachhaltigen Arbeitsmarktintegration von Ukrainerinnen und Ukrainern in Berlin bei.
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Quellen (Stand 18.06.2026):
https://www.fes.de/themen/integrationspolitik/potenzielle-auswirkungen-des-rechtskreiswechsels-auf-gefluechtete-frauen-aus-der-ukraine
https://www.bamf.de/SharedDocs/ProjekteReportagen/DE/Forschung/Integration/projekt-ukr.html?nn=403976